Samstag, 29. März 2014

Preisfrage

Shalom meine Lieben,
Salam meine treuen Blogleser,

ich bin nochmal weggefahren, hab Jerusalem für eine kurze Zeit den Rücken gekehrt. 
Hier ein Ratebild: 
Wo befinde ich mich gerade?


Mittwoch, 26. März 2014

Kreuzfahrt mal anders

Kurz nach unserem Ausflug nach Haifa, ging es mit der ganzen Gruppe wieder auf Reisen. Im März fährt das Studienjahr traditionell noch mal nach Galiläa, um die Überreste aus der Kreuzfahrerzeit zu besichtigen. Also machten auch wir uns auf nach Galiläa, um Neues zu entdecken, auf Burgen zu klettern und Städte zu erkunden.


„Auf auf ihr wackeren Kämpfer“ – Tag 1

"Auf sie mit Gebrüll!"

"aaaaahhhhhh"

Einiges war anders bei dieser Exkursion, das frühe Aufstehen aber blieb gleich. Unsere erste Station war Ma‘ale Adumim zwischen Jerusalem und Jericho. Hier lud früher die Kirche zum barmherzigen Samariter zur Rast ein. 
Studienassistentin Maria bei der Einführung in Ma'ale Adumim

der nur zu kleinen Teilen erhaltene Mosaikboden wurde mit neuen Steinchen ergänzt

Dann fuhr uns Tschamal weiter in den Norden zu der ersten Burg mit dem passenden Namen Belvoir, denn der Ausblick über den Jordangraben ist von dort aus wirklich gigantisch. Von der Burg aus dunklem Basaltstein ist nach der Belagerung durch Saladin und Übergabe von 1189 noch einiges erhalten. Beeindruckend ist der tiefe Burggraben, in denen ein Ausfalltrupp der Studienjahrsgruppe unterwegs war.

Burgruine

Der Belvoir auf das Jordantal

eine Schießscharte

Der Ausfalltrupp im Burggraben
Unser Mittagessen
Nach einem Pita-Picknick-Mittagessen fuhren wir weiter nach Tiberias. Dort stiegen wir vorbei an Rindern und Blumen auf den Berenike-Berg, auf dem man nach dem Palast der Königin Berenike (1. Jh. nC) gesucht und eine Kirche gefunden hat: Die sog. Ankerkirche, weil man im Altarraum einen kaum bewegbaren Ankerstein gefunden hat.
ein gigantischer Ausblick
In Tiberias selbst gibt es auch noch einige Mauern und eine Zitadelle aus Kreuzfahrerzeit zu sehen. Auf eigenen Wunsch befindet sich das Grab des bedeutenden mittelalterlichen Rabbis Maimonides bis heute in Tiberias. Es ist weithin sichtbar durch ein violettes trichterförmiges Gestell. Während der Einführung von Thomas vor dem Grab, fing es an zu tröpfeln und nach einem kurzen Blick auf das Grab brachte uns der Bus zu unserem „Basislager“ nach Tabgha. 
Das Grab von Maimonides

Haifa Haifa

Hier ein paar Bilder von meinem Aufenthalt in Haifa zusammen mit Luzia.

Haifa ist v.a. für die Bahai-Gärten bekannt, die das Stadtzentrum dominieren.
Es ist eine riesige Gartenanlage um einen Schrein mit goldener Kuppel, in dem Bab beerdigt ist - er erzählte im 19. Jh. von einer Offenbarung Gottes und kann im islamischen Raum schnell Anhänger um sich sammeln. Die Bahai-Religion versucht westliche und östliche Religionen zu verbinden. Sie glauben an einen Gott und erkennen Propheten aus verschiedenen Traditionen an. Wichtig ist für sie, dass die Offenbarung Gottes nicht mit Jesus, Mohammed oder Bab geendet ist, sondern fortwährend wirkt. Die Meditation spielt in der Spiritualität eine große Rolle.
Es gibt mehrere Bahai-Gärten auf der Welt. Der Grundgedanke ist Schönheit in der Natur (mit starkem Blick auf Symmetrie).
Hinter den Gärten in Haifa steckt noch eine weitere Besonderheit - eine Vision: Einer der ersten Führer der Bahai-Religion hatte die Vision, dass diejenigen, die im Hafen von Haifa ankommen, den schönsten Blick zu haben. Um diese Vision zu erfüllen, errichteten seine Anhänger die riesige Terrassen-Anlage um den Schrein.
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im inneren Gartenbereich

neben den Blumen gibt es hier auch Kakteen

Blick aufs Meer
Die Bahai-Gärten und der Bahai-Schrein mit der goldenen Kuppel

Blumen-Foto-Session

Blick bei Nacht auf die Bahai-Gärten, erleuchtet durch 2000 Lampen

In der "German Colony" - Templerhäuser aus dem 19. Jh. - findet man über vielen Türen deutsche Sprüche


Mittwoch, 5. März 2014

Ich bin dann mal weiter weg

Morgen früh fahren Luzia und ich nach Haifa.
Wir haben von Donnerstag bis Sonntag frei und verbringen die Zeit zusammen in Galiläa.
Fotos gibt es nächste Woche!

Fastenzeit - Vorbereitungszeit

Heute beginnt die Fastenzeit. 40 Tage (+ die Sonntage) um sich auf Ostern hier in Jerusalem vorzubereiten. Zweifellos etwas Besonderes. Um 7.15 Uhr feierten wir einen Gottesdienst mit Aschekreuzauflegung. P. Matthias bietet demnächst Exerzitien im Alltag an, eine Form von Gebet/Meditation/lectio divina, die mir schon in München gut getan hat.


Fastenzeit. Das sind auch 40 Tage (+ X aus begrenzter Menge N) um sich auf den Abschied von diesem Land vorzubereiten. Eine Woche nach Ostern startet der Lufthansaflieger, der mich zurück nach München - zurück zu meiner Familien und meinen Freunden bringt. Mit dem heutigen Tag rückt er in greifbare - quantifizierbare - Nähe. Man kann es jetzt nicht mehr ausblenden. Es gilt die Zeit nach derm Studienjahr zu planen.

Freu ich mich? Bin ich traurig? 
Noch kann ich mir ehrlich gesagt das erneute Alltagsleben in Epfach/München nicht vorstellen. 
Ich werd Hilfe bei der Wiedereingliederung brauchen. 
Ich zähl auf Euch!!

Sonntag, 2. März 2014

Fasching in Jerusalem

Am ruaßigen Freitag haben wir auch hier in Jerusalem den Fasching eingeläutet. In der Früh sind wir verkleidet in einer Polonese in den Vorlesungssaal marschiert. Unser Motto, wie könnte es anders sein: "Reise nach Jerusalem"

Prof. Nicklas hat spontan reagiert und ist als Prof. Wiesenschund aufgetreten. Mit eindrücklichen Worten und Gesten hat er uns den tiefgründigen Satz "Wenn da Hund mit der Katz übern Eckstoa springt und das Frosch in da Luft die Wurscht verschlingt" erschlossen.


Um Punkt 12 haben wir dann das Assistentenbüro gestürmt. Dominik wurde gefesselt und Franzi und ich haben eine kleine Faschingserklärung vorgetragen - natürlich in reimform:





Die nächsten Tage wird gefeiert und gelacht,
Im Vorlesungssaal keine Zeit verbracht.
Feierlich verkünden wir
Für 2 Tage keine Vorlesungen und Prüfungen hier.


Dominik spendierte dann eine Runde Sekt für seine Freilassung, aber zuvor wurde ihm noch fachmännisch die Krawatte abgeschnitten. Dann gab es Musik und Krapfen, die wir am Vorabend extra gebacken und gefüllt haben. - Sehr fein! An dieser Stelle kann ich mal wieder das Kochbuch der Epfacher Bäuerinnen sehr empfehlen!

Gestern Abend ging es dann weiter mit der Faschingsstimmung. Im Café der Himmelfahrtskirche auf dem Ölberg wurde zu Musik und Tanz geladen. Für die Stimmung sorgten die "Töchter Zions" - Dominik, Luzia, Kevin und Jörg aus dem Studienjahr. Dazu getanzt haben Teufel, Hasen, orientalische Figuren, die Bluesbrothers und viele mehr.


Die Band



Und hier ein Video, die jüngeren Blogleser kennen das Lied/den Tanz bestimmt ;-)