Mittwoch, 27. November 2013

Galiläa um die Zeitenwende



Bis jetzt hab ich euch v.a. von archäologischen Funden weit vor und weit nach Jesu Auftreten erzählt. Aber noch nicht von den großen Städten, die zur Zeit Jesu existiert haben. Dazu gehören Caesarea Philippi ganz im Norden und Caesarea Maritima am Mittelmeer. Beide wurden, wie der Name schon andeutet, zu Ehren des römischen Kaisers erbaut. Auftraggeber waren Herodes der Große bzw. einer seiner Söhne. Heute findet man an beiden Stellen Überreste von Tempeln, einem Theater und Palästen.
Das Pan-Heiligtum in Caesarea Philippi

Stand hier einmal der Herodespalast von Caesarea Maritima?


Eine weitere Stadt ist Skytopolis (heute Bet Schean). Hier hat man v.a. römisch-hellenistische Architektur ausgemacht – Badehäuser, Prachtstraßen, Theater und Latrine, die wir gleich einmal ausprobiert haben. 

öffentliche römische Latrine - hier wurden (im doppelten Sinne) Geschäfte gemacht
 Aber nicht alle Menschen zur Zeit lebten in Städten, sondern vielmehr in Dörfern. Und sie hatten bei weitem kein so luxuriöses Leben, dass sie mehrmals die Woche ins Bad gingen. Durch Steuerlast und Schulden wurden viele an den Rand der Existenz getrieben und haben einen anderen Ausweg gesucht, z. B. in dem sie sich den Zeloten anschlossen, die die Römer mit Gewalt aus dem Land vertreiben wollten. Diese terroristische Vereinigung (römische Sicht) suchte Schutz auf dem Berg Arbel in der Nähe des See Genezareth. (Der Weg da hoch würde meiner Schwester gefallen!) In den Höhlen kann man heute noch Behausungsspuren ausmachen. 
Blick vom Arbel
Es war eine schöne Fahrt, auf der für mich viel Neues dabei war. Aber auch und besonders die Abende und freien Tage haben die Fahrt zu etwas ganz besonderem gemacht: Das gemeinsame Kochen und Beten am See, das Brotvermehrungsfest mit den Arabisch sprachigen Christen aus Galiläa, der Sonntag am See und das Grillfest am letzten Abend.

Sonnenaufgang am See
 Ich freu mich schon auf meinen Nächsten Besuch!

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