Seit nunmehr 10 Jahren ist es für Touristen nicht ganz
leicht auf den Haram in Jerusalem zu kommen, ganz zu schweigen vom Betreten des
Felsendoms. Davor zahlte man einfach die Eintrittsgebühr und konnte nach
Herzenslust herumgehen und fotografieren. Mit der zweiten Intifada endete das.
Jetzt kostet es zwar keinen Eintritt mehr, dafür muss man lange an den
Sicherheitskontrollen anstehen und darf zu bestimmten Zeiten auf den Platz
zwischen Felsendom und Al-Aqsa-Moschee.
Deshalb war es schon etwas ganz besonderes, dass wir am Montag nicht nur für eineinhalb Stunden auf den Haram gehen durften, sondern sogar in den Felsendom und die Al-Aqsa-Moschee hineingehen durften. Wie hier unter Muslimen üblich, trugen alle Frauen in unser Gruppe Röcke und Kopftücher.
Der Felsendom, mit seiner goldenen Kuppel schon längst das bekannteste Wahrzeichen Jerusalems, wurde Ende des 7. Jahrhundert auf dem Gelände erbaut, auf dem bis 70 n. Chr. der jüdische Tempel stand. Zur Zeit ist er wegen Renovierungsarbeiten Innen eingerüstet. Deshalb ist von dem Felsen, von dem sich das Pferd des Propheten Muhammad bei seiner Himmelreise abgestoßen hat, momentan nichts zu sehen.
| Die Kuppel von innen |
| Man beachte die Lampe |
| Der Felsen von unten |
Die Al-Aqsa-Moschee ist nur wenig jünger als der
Felsendom, wurde aber einige Male durch Erdbeben beschädigt, wieder errichtet
und erweitert. Von außen wirkt sie verglichen mit dem Felsendom unscheinbar,
aber innen auf dezente Weise prächtig. Wie im Felsendom ist alles mit Tepppich
ausgelegt und man darf beide Orte nur strumpfsockig betreten.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen