Vor 2 Monaten hatten wir einen Gastvortrag von Pater David Neuhaus, Jesuit und Patriarchalvikar der hebräischsprachigen Katholiken in Israel. Diese Christen fallen hier im Alltag auf, im Gegensatz zu den arabischsprachigen Christen. Doch die hebräischen Gemeinden wachsen. Entstanden und nötig geworden sind sie durch katholische Einwanderer jüdischer Abstammung und v.a. deren Kinder, die durch die Schule bald nur noch Hebräisch sprachen. Dazu kommt eine wachsende Zahl von Philippinos, Äthiopiern u.a., die hierhergekommen sind um zu arbeiten. Sie und ihre Kinder gehören ebenfalls zur Zielgruppe.
Die Jerusalemer Gemeinde feiert in der Kapelle St. Simeon und St. Anna. Von außen ist es ein normales Haus. Innen ist ein großer Gottesdienstraum, eine kleine Bibliothek und weitere Zimmer. David Neuhaus u.a. haben das NT und die liturgischen Texte ins Neuhebräische übersetzt.
Gestern abend hab ich zum ersten Mal den Gottesdienst dort besucht. Ich hab nicht viel verstanden bzw. mitsprechen können, denn so schnell kann ich Hebräisch nicht lesen. Aber einzelne Wörter erkenne ich wieder. Und wir sind herzlich aufgenommen worden. Für die Wandlung haben sie keine Hostien verwendet sondern Matzen (ungesäuertes jüdisches Brot, das traditionell zu Pessach gegessen wird - schmeckt wie Kneckebrot).
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