Samstag, 1. Februar 2014

Ab in die Wüste

So hieß es heute morgen. Auf dem Programm standen die Überbleibsel einiger Wüstenklöster aus dem 4. und 5. Jahrhundert und eine Wanderung am Abgrund entlang.

Im 4. Jh. gab es noch kaum Klöster, aber es war schick, wenn man reich war und Zeit hatte, eine Pilgerreise ins Hl. Land zu unternehmen. Das machte auch Chariton aus Kleinasien. Hier kam er unter die Räuber und per Zufall an deren Höhle und beschloss dort als Eremit ganz für Christus zu leben. Und wo ein Eremit ist, waren damals bald mehrere und so lebten viele Mönche in je einer Höhle und trafen sich an Sonn- und Feiertagen in einem Gemeinschaftsbau zu Gottesdienst und Essen. Und das ganze vielleicht 1-2 Tagesreisen von der Stadt Jerusalem, in der es auch Mönche gab entfernt.
Das Chariton-Kloster (Lawra von Pharan)
St. Georg im Wadi Qelt (besucht im Aug 2013)

Es ist faszinierend, wie sich diese Bauten (bzw. ihre Überreste) durch die Jahrhunderte hindurch an die Felswand schmiegten. Wir haben die sog. Lawra von Pharan heute besucht. Lange war sie unbewohnt. Seit dem 19. Jh. siedeln dort russisch-orthodoxe Mönche. Aktuell lebt dort einer mit einem hyperaktiven Hund. Leider durften wir innen keine Fotos machen. Sie haben eine schöne kleine Kirche im byzantinischen Stil gebaut.
Prof. Markschies (v.r.) gibt vor dem Kloster eine kurze Einführung.
Einer der Schüler von Chariton, Euthymios, gründet einige Kilometer entfernt ein neues Kloster. Auch einer seiner Schüler gründet ein Kloster, besser gesagt eine Ansammlung von bewohnten Höhlen in einem nahegelegenen Wadi. Von beiden Klöstern sind nur noch Ruinen erhalten. Zum letzteren gelangt man heutzutage auf einer durchaus herausfordernden Wanderstrecke.

Die Wüste ...

... und ihre Bewohner

Der Eingang ins Wadi
Nach einiger Zeit im trockenen Flussbett führte der Pfad in einigen Metern Höhe an einer der Seitenwände entlang. Links gings steil nach oben und rechts steil nach unten.
Vielleicht könnt ihr die Tiefe erahnen
Landschaftlich war es eine richtig schöne Tour und das Wandern am Abgrund entlang und die kurzen Kletterpartien wert. Jetzt bin ich dementsprechend ko.






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