Am Montag vormittag haben wir uns intensiv mit der Grabeskirche beschäftigt. Um die verschiedenen Bauphasen bewusst wahrzunehmen, ist unser Dozent Markus Lau mehrmals raus und rein und haben versucht entstehungsgeschichtlich durch die Kirche zu gehen. Das ist gar nicht so einfach. Denn die heute stehende Grabeskirche stammt in großen Teilen aus dem 19. Jh. Die Mauern um das Catholicon der griech.-orthodoxen Kirche sind erst um 1960 gebaut worden. - Und sie veranschaulichen auch sehr gut die Uneinigkeit der verschiedenen Konfessionen miteinander.
| Luzia und ich vor dem Eingang der Grabeskirche. Eines der beiden Tore hat ein Sultan zumauern lassen. |
Gestern gings dann bergauf - der Ölberg ruft. Vom Fuße bis zur Spitze findet man heute, eine Marias Grab, Gethsemane, ein russisches Nonnenkloster, eine Kirche, die an Jesu Weinen über Jerusalem erinnert, die Vater Unser Kirche und drei Orte, an denen der Himmelfahrt gedacht wird (Sowas ist nicht unüblich. Man findet in der Altstadt auch drei Golgatha-Felsen). Diese Orte haben wir näher besucht. Dort oben findet man aber auch einen Sitz der Mormonen und in unmittelbarer Nachbarschaft die Nuntiatur des Hl. Stuhls. Auch wenn der Berg, wie diese Aufzählungen zeigen, stark christlich überlagert ist, ist seine ursprüngliche Bedeutung kaum zu sehen. Auf der Stadtseite ist er voller jüdischer Gräber.
| Blick auf den Ölberg vom Turm der evangelischen Erlöserkirche aus. Das hellbraune rechts im Bild sind die jüd. Gräber. Der Turm auf der Kuppe gehört zur russ.-orth. Himmelfahrtskirche. |
| Im Inneren dieses Achtecks findet man übrigens den "Fußabdruck" Jesu :-) |
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