Unser Nachtlager war auf dem Berg Nebo, von dem aus
angeblich schon Mose ins Heilige Land geblickt hat. Es war etwas Besonderes
die letzte Abendandacht mit Blick auf das Tote Meer und das Land drum rum zu
feiern. Wir hatten zwar keine klare Sicht, aber in der Ferne konnte man hohe
Gebäude erkennen – Jerusalem?!
Zum Abendessen bekochte uns der Studiendekan mit Risotto und wir saßen noch lange zusammen.
Wir gingen entspannt in unsere Schlafsäcke, denn anders wie Mose, der das Gelobte Land zwar sah, aber nicht mehr betreten konnte, waren wir guter Hoffnung, dass die Grenzbeamten uns am nächsten Tag wieder rüberlassen.
Am nächsten Morgen holte Ahmad uns ab und es ging weiter
nach Jerash – früher Gerasa, eine der Städte im Dekapolisbund. Dort gibt es aus spätrömischer und frühbyzantinischer
Zeit einige Überreste – ein Forum, ein Triumphbogen des Hadrian, ein
Artemistempel, ein Zeustempel, eine Kathedrale und mehrere kleinere Kirchen,
eine Prachtstraße mit römischem Zebrastreifen und ein Theater, indem drei
arabische Musiker für die Touristen Trommeln und Dudelsack spielen.
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| Der Hadriansbogen |
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| Forum und Prachtstraße |
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| Ein römischer Gulli-Deckel |
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| hier kann man die Bewegung der Säule im Wind spüren |
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| "Los gehbt uns Euer Geld, Touristen!" |
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| Auf den Sitzen des Theaters |
Auch hier in Gerasa ist bei weitem noch nicht alles
ausgegraben. Auch konnten die bestehenden Gebäude und Säulen teilweise noch
nicht wieder zusammengesetzt werden, weil einfach nicht genug Geld da ist die
vielen Ausgrabungen im ganzen Land zu unterstützen.
Auch hier in Gerasa ist bei weitem noch nicht alles
ausgegraben. Auch konnten die bestehenden Gebäude und Säulen teilweise noch
nicht wieder zusammengesetzt werden, weil einfach nicht genug Geld da ist die
vielen Ausgrabungen im ganzen Land zu unterstützen.
Und dann gings auch schon Jordan Boarder
Crossing. Ich glaube unser Reiseführer und der Tourismuspolizist waren froh uns
loszuwerden. Ein letzter Blick auf die jordanischen Flaggen, die letzten Dinare
im Duty Free Shop ausgeben.
Und dann hieß es wieder: Aus dem Bus raus, Rucksack aufs
Band zum Röntgen, durch die Sicherheitsschleuse, Rucksack nehmen und wieder in
den Bus, wieder raus, Pass abstempeln lassen, wieder in den Bus rein, über den
Jordan, aus dem Bus raus, Rucksack wieder nehmen, wieder aufs Band, durch die
israelische Sicherheitsschleuse, Rucksack wieder hoch, seltsame Fragen bei der
Einreise beantworten, endlich den Stempel bekommen
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| v. l. u. gegen den Uhrzeigersinn: Ausreise Israel, Einreise Jordanien, Ausreise und wieder Einreise |
und durch die Tür zum
nächsten Reisebus, der uns heim ins Beit Josef bringt.