Angekommen in der Hotelhalle erlebte ich erst mal einen Kulturschock. Wie die meisten hatte ich Wanderklamotten am Leib, die seit 3-5 Tagen nicht gewaschen worden waren, ganz zu schweigen von uns selbst. Dazu die Rucksäcke, an denen außen Isomatten und bei Dominik zusätzlich ein großer Kochtopf festgezurrt waren. So marschierten wir in das 3-Sterne-Hotel und wurden vom Personal verstohlen gemustert. Auf meinem Zimmer angekommen, ging es als erstes ins Bad. Warmes Wasser, Seife, eine Keramik-Kloschüssel und die Dusche – es war kostbar, all das wieder zu haben. Immer mehr wurde mir bewusst, wie nobel unser Hotel war: Die Einzelbetten hatten Überbreite, im Innenhof nur 10 m von unserer Terrassentür war ein großer Swimmingpool und das Abendessenbuffet bestand aus 4 Gängen am Buffet – eine Fülle, die sogar mir einfach zu viel war (nur bei den Desserts musste ich alle durchprobieren).
| unser Zimmer |
| Blick auf den Pool bei Nacht - idyllisch aber sehr kaltes Wasser |
An diesem Abend haben wir im Meetingroom des Hotels
gemeinsam Gottesdienst gefeiert.
Am nächsten Morgen ging es dann auf Sightseeingtour durch
die Felsenstadt Petra, die Hauptstadt des Nabatäerreiches (um 1. Jh. v. Chr.). Im
ersten Teil ist es eigentlich eine riesige Gräberstadt. In den Sandstein wurden
viele hundert Grabhöhlen geschlagen und teilweise die Fassaden kunstvoll aus
dem Stein herausgearbeitet. Das berühmteste ist das „Schatzhaus“. Der Name kommt von einer Legende, die besagt: Darin ist der Schatz eines ägyptischen Pharaos versteckt. Im oberen Teil der Fassade findet man vor Ort bei genauem Hinsehen auch Spuren von Versuchen, diesen Schatz in der Fassade zu finden. Archäologen sehen darin auch ein Grabmahl.
Geht man weiter, an den vielen Postkartenverkaufenden Kindern
(im Alter von 4-5 bis 13-14; Ahmad hat erzählt, dass sie nicht in die Schule
geschickt werden, weil sie so jeden Tag an die 50 Dinare - etwas mehr als 50 €
- oder mehr heimbringen), Esel- und Kameltreibern vorbei, kommt man zu den
Resten einer Prachtstraße, an der in nabatäischer Zeit ein Palast und mehrere
Tempel angrenzten. Sie sind bei weitem nicht so gut erhalten wie die Grabdenkmäler.
| Warten auf die nächsten Touris |
| Warten auf Arbeit in der Mittagshitze |
| Panorama über Petra |
Nachmittags ging es über eine Hügelkette (rauf – wieder runter
– rauf - …) zurück zum Hotel -->
Essen, Schlafen und für den ein oder anderen ins türkische Bad.
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