Unser erster Weg nach dem Grenzübertritt führte ins Wadi
Rum – eine Sandwüste mit hohen Sandsteinfelsen.
Der Bus brachte uns bis zu einem Beduinendorf, wo wir
noch einmal in den Genuss einer Toilette kamen und anschließend mit Jeeps in
das Wadi hineinfuhren.
| Das Beduinen-Klo |
Man muss dazusagen, dass die Beduinen v.a. in dieser
Region inzwischen eher weniger als Nomaden umherziehen oder Dromedare und
Ziegen züchten, sondern vom Tourismus leben. Und dazu gehört nicht nur das
Umherfahren von solchen Gruppen sondern auch ihre Verpflegung mit Essen und
trinken. Deshalb hatten wir eine ziemlich komfortable Versorgung. Wir haben
mittags und abends warm gegessen, immer mit Fleisch (Hühnchen oder Lamm).
Es gab
zu jeder Zeit frischen Chai = schwarzer Tee am Feuer und auch an Wasser litten
wir keinen Mangel. Eigentlich war es von allem eher immer zu viel. Wie vielleicht
einige von euch wissen, mag ich keinen Schwarztee, aber da hier für mich die
Devise gilt: Alles wird probiert!, habe ich in der Wüste Chai getrunken und
muss sagen der schmeckt sogar ungesüßt gar nicht mal so schlecht.
| Unser Ess- und Andachtplatz |
Hier in der Wüste ließ es unser Guide Ahmad sehr gemütlich
angehen. Wir wanderten am Vormittag 4 Stunden und spätnachmittags mussten wir
ihn überreden nochmal 1 Stunde zu wandern. Ansonsten lag er v.a. am Feuer,
trank Tee und rauchte Wasserpfeife.
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| rechts unser Guide Ahmad, links der Tourismus-Polizist, der uns seltsamer Weise die ganze Fahrt über begleitet hat. |
Der zweite Tag in der Wüste war der Wüstentag – ein Tag,
den wir komplett schweigend verbracht haben, sozusagen allein mit sich selbst und
Gott. Jeder hat für sich einen Platz gesucht, an dem er den ganzen Tag bleiben
konnte, was mitunter durch die wandernde Sonne oder auch Touristen
verschiedenster Nationen erschwert wurde.
| Die hellblaue Isomatte is die meine :-) |
Wir haben unter freiem Himmel geschlafen unter einem unendlich großen Sternenzelt. So viele Sterne habe ich noch nie in einer Nacht gesehen, ganz zu schweigen von den Sternschnuppen. Ich hatte auch keine Probleme mit überlästigen Ameisen, Käfern oder Mücken. Und der Schlafsack hat wunderbar warmgehalten, nochmal danke Rosi. Nur mein Bewegungsdrang lässt sich darin nicht so gut ausleben.
Nach drei Tagen ging es wieder zurück zum Camp und weiter mit dem Bus Richtung Wadi Hesa. Fortsetzung folgt ...

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