Von Petra fuhren wir mit dem Bus nach Norden am Toten
Meer entlang. Unser nächstes Ziel war die Stadt Madaba, bekannt für viele alte
Mosaikböden und heute Sitz einer Schule für Mosaikkunst.
Unterwegs machten wir an der Ausgrabungsstelle Umm
Ar-Rasas halt. Dort wurde Kastron Mefa’a, eine byzantinische Befestigungsstadt
gefunden. Bis jetzt ist nur ein kleiner Teil ausgegraben, darunter ein Komplex
von vier aneinandergebauten Kirchen mit kunstvollen Mosaikböden.
| Die Stephanuskirche, im Fußboden sind Städte im Hl. Land, jordanische und ägyptische Städte dargestellt |
Interessant ist, dass die vorgesehenen menschlichen
Darstellungen und teilweise auch tierische zerstört worden sind, aber nicht
indem man die Steinchen einfach entfernt hätte sondern man hat sie einfach so vertauscht,
dass das ursprüngliche Bild nicht mehr erkennbar ist.
Nach dem Mittagessen ging es wieder in den Bus und weiter
nach Madaba, der „Mutter aller Mosaikfußböden“.
In dieser Stadt wurden schon etliche Kirchen und Häuser mit Mosaikfußböden gefunden, teilweise gut erhalten. Sie wurden erst im 19. und 20. Jh. wiederentdeckt. Das berühmteste Mosaik befindet sich in einer heute noch genutzten griech.-orth. Kirche.
Es sind die Überreste einer Landkarte vom Hl. Land, vermutlich
gedacht für Pilger. Ihr Fund war für die Wissenschaft sehr interessant, u.a.
die vollständig erhaltene Darstellung der Stadt Jerusalem.
| Die große Stadt im Vordergrund ist Jerusalem, dahinter sieht man den Jordan und das Tote Meer |
| Ein interessantes Detail: Welches böse Wesen verfolgt wohl die Gazelle? |
Neben Mosaiken gibt es aber noch anderes zu entdecken – z.B.
die Burka-Barbie.

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