Jeden Sonntagabend gibt es für eine Gruppe von 5 Studenten/Dozenten
die Gelegenheit am Abendessen bei den Mönchen teilzunehmen. Letzten Sonntag waren
ich und noch zwei andere Mädels wieder. Der Besuch im Kloster hat seinen ganz eigenen
Ablauf. Man kommt zur Vesper und betet mit, dann folgt man den Mönchen
schweigend zum Speisesaal, der Tischdienst bringt Getränke und Essen. Nach dem
Tischgebet werden die Heiligen des kommenden Tages verlesen und P. Ralph legt
klassische Musik auf. Neben der Musik hört man nur das Klappern des Geschirrs,
gesprochen wird nichts. Das erscheint erst einmal seltsam, wenn man doch Besuch
kommt, will man auch miteinander reden?!
Dafür setzt man sich nach dem Essen – letzten Sonntag
übrigens Toast Hawaii – in den kleinen Innenhof der Abtei. Dort hat man bis zur
Komplet Zeit (meist ungefähr eine halbe Stunde) sich zu unterhalten. Dazu gibt
es Schnaps oder auch mal Wein und letzten Sonntag auch Ferrero Roger und
Raffaello. Mmmmhhhhh. Ich hab die Gelegenheit gleich genutzt und mit dem neuen
Diakon geredet. Er ist ein Benediktinermönch aus der Schweiz, der hier mitlebt
und bei den Franziskanern in der VIA DOLOROSA studiert. Um tiefer ins Gespräch
zu kommen, reicht leider die Zeit fast nicht aus. Dann geht es zur Komplet in
die Krypta unter der Kirche und danach heißt‘s (eigentlich) ab ins Bett für die
Mönche. Nur machen das die wenigsten.
Wir Studenten sind zurück ins Beit Josef und um 21.15 Uhr (Zeitverschiebung)
haben wir zusammen Polizeiruf 110 geschaut. Eine andere Art der Ökumene! :-)
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